Berufspolitisches ...

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Ärztemangel, zunehmende Bürokratie in den Praxen, lange Wartezeiten, eingeschränkte Therapiemöglichkeiten belasten Sie als Patienten und uns Ärzte gleichermaßen.
Auf der anderen Seite stehen wachsende Kosten für medizinischen Fortschritt und die steigende Zahl kranker Menschen, die ärztliche Hilfe brauchen. Auch bei den Kindern und Jugendlichen nimmt die Zahl der chronischen Erkrankungen zu (Asthma, ADHS, psychosomatische Störungen, Drogenabhängigkeit, Medienabusus, Adipositas).

Für den hohen Bedarf an medizinischen Leistungen steht nicht genügend Geld zur Verfügung. Unter diesem wirtschaftlichen Druck werden immer mehr Ärztehäuser und MVZs (Medizinische Versorgungszentren) gegründet, in denen sich viele Spezialisten zusammenschließen, um Räume, Personal und technische Geräte gemeinsam zu nutzen und sich den Verwaltungsaufwand zu teilen. Vorteile für die Patienten sind flexiblere Sprechstundenzeiten, modernste Technik, enge Kooperation unter den Ärzten der verschiedenen Fachrichtungen. Der Preis dafür ist, dass Sie nicht immer denselben Arzt oder dasselbe Team in der Praxis antreffen, die Sie gut kennen und ihre individuelle Lebenssituation mit in die Entscheidungen einbeziehen können.

Es gibt politische Bestrebungen, die ambulante Versorgung der Kinder und Jugendlichen den Allgemeinmedizinern (sog. Hausarztverträge) zu überlassen und die Kinder- und Jugendmedizin nur noch in den Spezialabteilungen der Kliniken anzubieten.

Aus meiner Sicht werden diese Entwicklungen der heutigen Situation der Kinder- und Jugendlichen in unserer Gesellschaft nicht gerecht. Daher werde ich meine Einzelpraxis zunächst unverändert fortführen.

Wir bemühen uns, auch unter den aktuell schwierigen Bedingungen unsere Patienten bestmöglich zu versorgen.